Immobilienmarkt in Berlin

Die Hauptstadt an der Spree platzt aus allen Nähten. In keiner anderen Stadt im Bundesgebiet ist so viel Bewegung im Immobilienmarkt wie in Berlin. Bedingt durch die Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009 wurden geplante Bau – und Sanierungsprojekte eingestellt oder verworfen. Da mittlerweile nicht nur deutsche Zuwanderer das Flair und die Lebendigkeit der deutschen Hauptstadt entdeckt haben, verzeichnet Berlin immer mehr Neubürger aus aller Welt. Mehr als 16000 neuen Hauptstadtbürgern stehen circa 6000 neu gebaute Wohnungen gegenüber. Dies wirkt sich ganz klar auf die Miet – und Kaufpreise der Immobilien in der gesamten Stadt aus. Der Anstieg der Mietpreise von mehr als 11% in den letzten beiden Jahren, steigert die Nachfrage an Häusern und Eigentumswohnungen in der Spreemetropole. So konnte der Verkauf von Immobilien im letzten Jahr um über 40% zum Vorjahr gesteigert werden.

Selbst die sogenannten Problemviertel der Stadt wie Neukölln und Kreuzberg rücken in das Visier der Investoren. Der hohe Anteil an Altbauwohnungen und stillgelegten Fabrikgeländen ruft neue Sanierungsprojekte ins Leben die neben dem günstigeren Kaufpreis zum übrigen Teil der Stadt meist staatlich gefördert werden. Besonders beliebt sind ältere Brauereien, Krankenhäuser und verwaiste, öffentliche Gebäude. Die Kaufpreise im Altbausegment liegen in Kreuzberg zwischen 1600 EUR und 3500 EUR. Neukölln liegt mit 1000 EUR bis 2000 EUR pro Quadratmeter noch weit darunter.

Bedingt durch die Stilllegung des Flughafens Tempelhof und der bald folgenden Aufgabe des Flughafens Tegel wissen die Stadtväter Berlins nicht ob sich über den Wegfall der Arbeitsplätze oder den Platz für neuen Wohnraum freuen sollen. Insider der Immobilienszene sehen in diesen Stadtteilen der Hauptstadt viel Potenzial. Der entstehende Platz für neue Objekte bietet einen besonderen Anreiz durch die schon gute Verkehrsanbindung zur Innenstadt. Einen weiteren Kaufreiz wird der nicht mehr bestehende Fluglärm bieten. Die Kaufpreise liegen hier noch unter dem städtischen Durchschnitt und sind mit 1200 EUR bis 2300 EUR pro Quadratmeter relativ günstig.

Ein großer Teil der der neu entstehenden Eigentumswohnungen bewegt sich im höheren Preissegment und wird daher auch in den teuren Vierteln der Stadt gebaut. Die fast doppelt so hohen Mieten in Charlottenburg oder Dahlem, gemessen am übrigen Teil der Stadt, wirken sich auf den Kaufpreis der angebotenen Immobilien aus. Über 5000 EUR pro Quadratmeter ist in den beliebten Vierteln der Hauptstadt beim Kauf einer Neubauwohnung keine Seltenheit. Wer im Zentrum des Geschehens leben möchte, muss allerdings in Berlin Mitte bis zu 10000 EUR für einen Quadratmeter Wohnfläche in einem Neubau investieren. Kenner der Berliner Immobilienszene gehen davon aus, dass sich die hohen Preise der beliebten Stadtviertel mit der neu geplanten „Europacity“ auch auf die Randgebiete der etwas günstigeren Stadtteile auswirken und auch hier in naher Zeit mit ansteigenden Preisen zu rechnen ist.

Wer keine langen Wege scheut und trotzdem als Hauptstädter gezählt werden möchte sollte sich beim Kauf einer Immobilie in Berlin auf die Randgebiete der Stadt konzentrieren. Neben dem oft ländlichen Flair bieten die Randbezirke eine ausgezeichnete Infrastruktur. Kaufpreise für Eigentumswohnungen und Häuser liegen bei 1000 EUR und 2000 EUR pro Quadratmeter. Aber auch hier wird in der Zukunft mit steigenden Preisen zu rechnen sein.